5.3 Absichtlich beschädigte, keramische Tierfiguren

Die technologische Analysen der keramischen Figuren und ihrer Bruchstücke zeugen von ihrer absichtlichen Beschädigung. Es handelte sich z.B. um den Einstich mit einem scharfen Gerät oder die heftige Temperaturänderung beim Brand.

 

Die Aktivitäten könnten mit magischen Ritualen, welche die Prosperität der Jagd sichern und vorwiegend vor Raubtieren schützen sollten, in Verbindung stehen. Es handelt sich vorwiegend um grosse und gefährliche Tiere. Unter diesen Plastiken dominieren der Bär und der Löwe.

 

Geplatzte Figurchen des Mammuts

Material: Keramik

Ausmass (Länge): 70 mm

Typ des Exponats: Kopie des Originals (Gips)

Fundort: Pavlov I (Pavlov bei Dolní Věstonice, Mähren)

Lagerung: Archäologisches Institut der Akademie für Wissenschaften Brünn Untersuchungsgesellschaft für Wissenschaften, Tschechische Republik

Die Beschädigung entstand offensichtlich aufgrund des Temperaturschocks.


Körper eines Bärs mit Stichverletzungen

Material: Keramik

Ausmass (Länge): 38 mm

Typ des Exponats: Kopie des Originals (Gips)

Fundort: Pavlov I (Pavlov bei Dolní Věstonice, Mähren)

Lagerung: Archäologisches Institut der Akademie für Wissenschaften Brünn Untersuchungsgesellschaft für Wissenschaften, Tschechische Republik


Kopf einer Löwin mit Stichverletzungen

Material: Keramik

Ausmass (Länge): 45 mm

Typ des Exponats: Kopie des Originals (Gips)

Fundort: Dolní Věstonice I (Dolní Věstonice, Mähren)

Lagerung: Mährisches Landesmuseum, Brünn, Tschechische Republik

Im linken Teil des Gesichts befinden sich zwei tiefe Wunden mit ringförmigen Profil.